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Gegen den Klimawandel - Saubere Energie:

erst seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima pochen viele Experten darauf, dass die Energiepolitik umgestellt werden muss und zwar hin zu sauberer Energie. Auch immer mehr Verbraucher schließen sich dem Trend an, teils aus Verantwortungsbewusstsein, teils aus Angst vor den Folgen des immer deutlicher werdenden Klimawandels.
Trotzdem wissen oft selbst diese Verbraucher nicht, was mit sauberer Energie eigentlich genau gemeint ist.

Was ist saubere Energie?
Unter sauberer Energie versteht man eine Art der Energiegewinnung, bei der kein Kohlendioxidüberschuss entsteht, d.h. es wird während des ganzen Prozesses kein Kohlendioxid freigesetzt. Im Allgemeinen zählt man hierzu Quellen wie Sonne, Wasser und Wind, aber auch Biomasse, da diese genauso viel Kohlendioxid freisetzt, wie sie zuvor gebunden hatte.
Hält man sich aber genau an diese Definition, dann müsste auch nukleare Energie als saubere Energie zählen, denn hierbei wird ebenfalls kein Kohlendioxid freigesetzt. Der Rauch, der aus den Kernkraftwerken strömt, ist reiner Wasserdampf. Gerade auf diese Einteilung pochen viele Staaten wie China und Japan und behaupten damit, die Ziele des Klimaschutzes zu erfüllen.
Um eben diesem vorzubeugen, versuchen Wissenschaftler eine neue, bindende Definition von sauberer Energie zu finden.

Wie kann der Verbraucher selbst helfen?
Schon indem man sich entscheidet, auf Ökostrom zu wechseln und dafür gegebenenfalls auch mehr zu bezahlen, leistet man hierzu seinen Beitrag. Denn dadurch werden die Energiekonzerne gezwungen, ihre Energiepolitik umzustellen, wenn nur genügend Verbraucher zu anderen Anbietern überlaufen. Inzwischen gibt es Stromanbieter, die sogar ausschließlich Ökostrom anbieten, wie z.B. Verivox.
Es gibt aber auch Schwindler unter den Anbietern, die im Ausland die Rechte an Ökostrom erwerben, dann aber unter diesem Namen ihren eigen Strom anbieten.
Wer nicht auf solche Schwindler hereinfallen will, sollte sich erkundigen, ob der Anbieter mit Zertifikaten und Gütesiegeln ausgezeichnet ist. Diese Rechte sind den Anbietern dann oft zu teuer.
Dass dieses Verhalten funktioniert, hat Energieanbieter Eon erst vor kurzem bewiesen, als er ankündigte, seinen Anteil an fossilen Energiequellen zu verringern und stattdessen neue Ökokraftwerke zu bauen.

Was kann der Verbraucher sonst noch tun?
Wer eigenen Wohnraum besitzt, kann sich von den Anbietern unabhängig machen und eigenen Strom produzieren. Am häufigsten genutzt wird die Fotovoltaik, bei der Sonnenlicht in Strom umgewandelt wird, aber auch die Solarthermik, bei der aus Sonnenwärme Heizwärme hergestellt wird, ist weit verbreitet.
Aber auch sparsamere Geräte sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung um den vorhandenen Strom optimal zu nutzen.
Wer weitere Tipps und Anregungen zum Thema sucht, der kann sich im Internet weiter kundig machen.